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Gasprüfung Fahrzeuge

Regelmäßige Überprüfungen der Erdgas- oder Flüssiggasanlage und Verbrauchseinrichtungen am Wohnwagen, Wohnmobil oder auf dem Boot, sind für die eigene Sicherheit zwingend erforderlich. Sehr schnell kann durch eine beschädigte Leitung oder ein defektes Verbrauchsgerät Gas austreten und schon bei der nächsten Zündquelle kann dies in einer Katastrophe enden. Damit dies auf keinen Fall passiert, ist eine regelmäßige Prüfung der Gasanlage unerlässlich. Eine defekte Gasanlage kann ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen, das durchaus lebensbedrohlich sein kann. Insofern ist die Gasprüfung beim Wohnwagen ein durchaus wichtiges und sinnvolles Unterfangen.


Überprüfung von gasbetriebenen Anlagen

Flüssiggas in Freizeitfahrzeugen für Koch-/Heizzwecke

  

 Flüssiggas in Wassersportfahrzeugen für Koch-/Heizzwecke

     
     

   Überprüfung von gasbetriebenen Kraftfahrzeugen

Erdgas (CNG) oder Flüssigas (LPG)
 
   

Prüfgrundlagen:
  • EN 1949 / ÖVGW G107 / DVGW G607
  • ISO 10239 (Wassersportfahrzeuge) / DVGW G608
  • Flüssiggas-VO
  • Versandbehälter-VO
  • ECE R 67 / ECE R 110 / ECE R 115
  • PBStV - Mängelkatalog
  • viele Campinglätze verweigern die Einfahrt auf die Anlage ohne gültige Gasprüfung
  • einige Fährbetriebe untersagen das Befahren der Fähre ohne gültige Prüfbescheinigung
Prüfintervall:
  • 2 Jahre   Gasverbrauchsanlagen in Wohnwagen und Wohnmobilen sowie in Booten
  • 3 Jahre   gasbetriebene Fahrzeuge unabhänig davon ob diese mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben werden, oder nach Angaben des Herstellers
  • 6 Jahre   mobile Grillstände, Intervall kann durch die Behörde mittels Bescheid verkürzt sein.

Prüfergebnis:
  • Prüfbefund und Prüfplakette
Prüfgebühren:

ca. 65,00€ bis 250,00€ (anlagen- und ortsabhänig)

* Alle Preisangaben sind exklusiv der gesetzlichen 20% Mehrwertsteuer.




So sollte eine richtige Prüfung aussehen

Beispiel anhand eines Caravans:
Damit sowohl die eigene als auch die Sicherheit der Familie gewährleistet ist, sollte in regelmäßigen Abständen die Gasanlage geprüft werden.
Als erstes wird der Gaskasten begutachtet. Die Gasflaschen sollten fest befestigt sein und der Gaskasten sollte weder äußerliche noch Beschädigungen im Innenraum aufweisen. Dann wird das Alter der Schläuche und Druckminderer angeschaut. Dabei wird kontrolliert, ob das Alter mit dem in der Gasprüfbescheinigung aufgeführtem Alter übereinstimmt.
Abgesehen davon, muss vom Kontrolleur der Gasanlage sichergestellt werden, dass sich keine Zündquellen im Gaskasten befinden. Dann wird nachgeschaut, ob der Druckminderer zugelassen ist für den vorliegenden Einsatzzweck. Ferner wird auch nachgeschaut, ob der Anlagendruck den Vorschriften entsprechend ist.
Als nächstes sind die Absperrhähne an der Reihe. Es wird die gesamte verbaute Gasanlage begutachtet und nachgesehen, ob alle Absperrhähne offen sind, damit eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden kann.

Die Dichtheitsprüfung

Für die Dichtheitsprüfung wird die Gasflasche verschlossen und der Schlauch vom Druckregler an die Luftpumpe, welche in diesem Fall als Prüfgerät für die Dichtheit fungiert, angeschlossen. Die Anlage wird jetzt mit einem Druck von 150 mBar beaufschlagt. Sowohl bei 30 mBar- als auch bei 50 mBar-Anlagen wird mit 150 mBar geprüft, da der mögliche Maximaldruck in der Anlage bei knapp über 150 mBar liegt und sich dann die Überdrucksicherungen der Druckminderer öffnen. Jetzt heißt es 5 Minuten warten, damit sich die Luft im Leitungssystem abkühlen kann. In diesen 5 Minuten kann es zu einem Druckabfall kommen. Es darf jedoch keinesfalls nachgepumpt werden. Nach diesen ersten 5 Minuten muss nochmals 5 Minuten der Druck gehalten werden. Somit sind die letzten 5 Minuten erst die richtige Dichtheitsprüfung. Falls der Druck am Ende der 5 Minuten nicht abgefallen sein sollte, ist die Dichtheitsprüfung positiv verlaufen. Wenn dies der Fall ist, wird der Druckminderer erneut angeschlossen. Bei Leckagen werden mittels Lecksuchspray oder Gaslecksuchgerät die Undichtheit lokalisiert und erörtert.

Die Brennprobe

Nun wird die Gasflasche für die Brennprobe aufgedreht. Die Verbindungen zwischen der Gasflasche und dem Druckminderer werden nun mit Leck-Such-Spray auf ihre Dichtheit kontrolliert. Ebenso wird die Verbindung zwischen dem Druckminderer und dem Gasschlauch begutachtet. Jetzt können alle Gasgeräte gezündet werden. Auf höchster Stufe sollten sie gemeinsam einige Zeit laufen. Hierbei wird das Flammbild begutachtet und davon auf den Gasdruck und Brenner geschlossen, ob diese auch korrekt und einwandfrei sind.

Die Zündsicherungen

Zur Kontrolle der Zündsicherungen werden die Absperrventile hintereinander geschlossen. Es wird nun die Zeit gemessen, bis die Zündsicherungen auslösen. Durch diese Prüfung werden nicht nur die Zündsicherungen kontrolliert, sondern ebenfalls die Funktion der Absperrhähne. Wenn bis hierhin alles erfolgreich absolviert worden ist, stehen dem Ausfüllen des positiven Prüfbefundes und das Anbringen der Prüfplakette keine Bedenken entgegen.